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Ich glaube, dass den existierenden kolossalen Widrigkeiten zum Trotz die unerschrockene, unbeirrbare, heftige intellektuelle Entschlossenheit, als Bürger die wirkliche Wahrheit unseres Lebens und unserer Gesellschaften zu bestimmen, eine ausschlaggebende Verpflichtung darstellt, die uns allen zufällt. Wenn sich diese Entschlossenheit nicht in unserer politischen Vision verkörpert, bleiben wir bar jeder Hoffnung, das wiederherzustellen, was wir schon fast verloren haben - die Würde des Menschen.              Harold Pinter

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Bankenkrise: "Lösungen"

Geld drucken und in den Markt pumpen? Korruption, Betrug und dummzynische "Notlösungen" als "stabilisierende Maßnahmen"? Erfahrungen durch die Jahrhunderte zeigen; was folgt -- und ich kann nur sagen:

 

Nachtijall, ick hör dir trappsen...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

jacques necker

 

 

 

Der Kurs des Geldes, werdet Ihr sagen, ist vom Zufall abhängig, keine Regierung kann für den Kurs ihres Geldes Garantie leisten, den Spekulanten (banquiers) und Schiebern (agioteurs) müßt Ihr es zuschreiben, wenn der Kurs immer ungünstiger wird.

Ihr Unwissende oder besonders Schlaue: Solche Sprüche könnt Ihr bei den Parisern anbringen, die ahnungslos genug sind, sie für bare Münze zu nehmen, die, von Euch dazu aufgewiegelt, die Schieber verfluchen und die Händler, welche die Ware verteuern. Nein, sage ich, der große Betrüger, der Erzbetrüger, der Betrüger ohnegleichen ist die französische Regierung selbst - sie vermehrt ins Ungewisse den Druck ihrer Assignaten, sie findet, daß deren Deckung immer noch genügend sei. Dabei weiß sie sehr wohl, daß der nominelle Wert der Deckung immer steigt mit dem Sinken des Kurses."

Jaques Necker

 

Im folgenden ein l ese nswerter Textauszug zum Thema Papiergeld und Assignaten in der Geschichte aus:
Karl Walker: Das Geld in der Geschichte (1959)

JOHN LAW - UND SEIN PAPIERGELD

Als der Sonnenkönig Ludwig XIV. 1715 starb, waren in Frankreich allein die jährlichen Zinsen für die Staatsschuld schon größer als die laufenden Staats-Einnahmen. Der Regent Herzog Philipp von Orleans, der den unmündigen Knaben Ludwig XV. vertrat, fand keinen Rat mehr. In dieser Zeit hatte John Law einigen europäischen Höfen phantastisch anmutende Finanzierungsprojekte unterbreitet, war zuerst abgewiesen, dann aber in Frankreich doch herangezogen worden. John Law, ein Mann von schottischer Herkunft, im ankwesen bewandert und weit gereist, bekam die Erlaubnis zur Errichtung einer privaten Kreditbank, die bald schon zu einer Staatsbank umgewandelt wurde.

Diese Bank gab Zettel aus, von denen Law zunächst nicht mit Unrecht sagte, daß sie genau so gut wie Metallgeld für Zahlungszwecke benutzt werden könnten. Nach seiner Theorie sollten diese Zettel durch den Grund und Boden gedeckt sein, womit der eigentliche und bleibende Wert des Landes beweglich gemacht und in Umlauf gebracht würde. Das Papiergeld sei sogar wertbeständiger als das Silber, "denn die Länder bringen herfür, aber das Silber ist schon hervorgebracht", und die Landgüter können keine von ihren Nutzungen verlieren, aber das Geld kann sein Gepräge verlieren". In der praktischen Handhabung richtete man sich jedoch nicht nach diesen Grundsätzen. John Law beugte sich sofort dem Finanzbedürfnis des Staates und räumte ihm ein, daß er auf Grund seines eigenen Kredites - also ohne Grund- und Boden-Deckung - solches Papiergeld ausgeben könne. Bereits im Jahre 1718 wurden seine Zettel Staatspapiergeld. Da in Frankreich um diese Zeit dank der Verschwendung des Hofes Geldmangel herrschte, brachte das Papiergeld wirklich eine Erleichterung. Handel und Gewerbe blühten wieder auf und der Zinsfuß sank. Inzwischen hatte John Law außerdem eine weitere Gründung vollzogen, die "Mississippi-Compagnie", eine Handelsgesellschaft auf Aktien, die die Kolonisierung Kanadas und der Länder am Mississippi bezweckte. Diese beiden Operationen zusammen brachten einen unge heuren spekulativen Aufschwung. Die Staats bank gab Geld aus, Gewerbe und Manufakturen blühten auf, zahlloses Volk aus aller Welt strömte nach Frankreich und nach den französischen Kolonien. Bis zum Mai 1720 wurden nach einem eigenen Bericht von John Law ganz große Schiffe erbaut oder gekauft, nicht zu sprechen von den Brigantinen und Fregatten, um den Strom von Auswanderern nach dem an Metallen, Seide und Spezereien reichen Louisiana zu bringen." - Aber die Notenpresse der Staatsbank war nicht mehr aufzuhalten. Der Herzog von Orleans soll mehr Geld haben drucken lassen als John Law überhaupt wußte. Schließlich waren es 3,7 Milliarden Livres. Und so, wie das Geld vermehrt wurde, stiegen die Preise - sie stiegen so rasch, daß die Produktion bei aller Emsigkeit nicht mehr nachkommen konnte. Die Mississippi-Aktien stiegen mit und waren in wenigen Jahren von 500 auf 18 000 Livres geklettert! - Dann aber kam es beim Rückfluß der Noten zur Ernüchterung. Die Bank konnte die Zettel nicht einlösen, die gewaltige Papiergeld-Masse aber auch nicht im Umlauf lassen. Jetzt war guter Rat teuer. John Law wurde vom Regenten mit größerer Vollmacht ausgestattet, zum Generalkontrolleur der Finanzen ernannt und versuchte nun von dieser Basis aus, sein System mit Willkürmaßnahmen zu retten. Der Wert von Gold und Silber wird plötz lich nach dem Bedürfnis der Bank verändert; man befiehlt die Ablieferung von Edelmetallen, der Besitz von Kleinodien wird unter Strafe gestellt, die Herstellung von Tafelsilber wird untersagt, ja, sogar der Besitz von Bargeld, soweit er über 500 Livres hinausginge, sollte nicht mehr erlaubt sein. Da das aber alles nichts half, wagte Law schließlich die einzig vernünftige Maßnahme, den Wert seiner Bank-Zettel auf die Hälfte herabzusetzen. Der Erfolg war jedoch - in der damaligen Zeit war man so etwas noch nicht gewohnt -, daß ganz Frankreich in schäumenden Aufruhr geriet; das Gesetz mußte sofort zurückgenommen werden. John Law konnte sich durch heimliche Flucht retten.
Wie Gaettens in seinem interessanten Buch "Inflationen. . ." schreibt, kann man John Law nicht, wie zeitgenössische Flugblätter und Spottmedaillen ihn hinstellten, als einen Gaukler und Narren betrachten. Law habe im Grunde genommen für absolut gesunde soziale Ideen gekämpft. In der Tat ist das, was er anstrebte, mit Hilfe des Papiergeldes einen geschmeidigen Geldumlauf zu schaffen, den Kredit zu verbilligen, Handel, Gewerbe und Manufakturen zu fördern, eine großartige volkswirtschaftliche Konzeption gewesen. Zu seiner Zeit hatte man indessen noch gar keine Erfahrung und insbesondere noch keine Vorstellung davon, daß etwaige Fehler mit der Folgerichtigkeit naturgesetzlicher Vorgänge sich auswirken werden. Aber wem sagen wir das? - Haben wir nicht im zwanzigsten Jahrhundert noch ähnlich operiert? Immer wenn sich die Auswirkungen von Fehlern zeigen, werden auch gleich Sündenböcke gesucht. Als sich in Frankreich auf Grund der allzu reichlichen Notenausgabe der Kurs der Noten verschlechterte, wußte man nichts Klügeres, als den ominösen Erlaß des Regenten, der die Konfiskation von Gold und Silber anordnete. Als Begründung dafür hieß es in die sem Edikt: "Trotz der von Sr. Majestät gehabten Fürsorge, einen leichteren Geldumlauf herzustellen, gehen Übelwollende darauf aus, das Vertrauen zu untergraben. Wir halten es deshalb zugunsten des Handels und Geldumlaufs für nötig, über diejenigen Strafen zu verhängen, die das Bargeld aufspeichern...Es hat nichts genutzt, das Edikt, denn es waren nicht Übelwollende, die das System erschütterten, sondern es war die Eigengesetzlichkeit des Geldwesens, die die Maßlosigkeit der Notenvermehrung unter die Strafe der Entwertung nahm.

DIE ASSIGNATEN - DAS GELD DER REVOLUTION

Trotz des kläglichen Ausgangs, den die Theorie John Laws bei ihrer ersten praktischen Verwirklichung erfahren hat, sollte diese Theorie nach einem guten Menschenalter wieder Auferstehung feiern. In der französischen Revolution wurde 1790 von der Nationalversammlung beschlossen, 400 Millionen Livres Assignaten auszugeben, Papiergeld, das durch den Landbesitz der vertriebenen Adligen und des Königs "gedeckt" sein sollte. Der Landgüter waren es aber in Frankreich sehr viele - und so wurden denn auch die Assignaten ganz unbedenklich "bei voller Deckung" entsprechend vermehrt. Im November 1794 waren es längst nicht mehr nur 400 Millionen, sondern es waren um 6 Milliarden mehr, also bereits 6,4 Milliarden Livres! Und danach stieg die Vermehrung noch rascher; im Juli 1795 waren es nicht weniger als 12 Milliarden Livres. - Für diese Assignaten hatte sich aber Mirabeau - wie man später sagte: wider besseres Wissen - sehr nachdrücklich eingesetzt: "Es ist verfehlt (!), Assignaten, gesichert auf der besten Grundlage solcher Staatsgüter, mit gewöhnlichem, zwangsgültigem Papiergeld zu vergleichen (!). Sie stellen wirkliches Grundeigentum, den sichersten Besitz von allem dar, den Boden, auf dem wir alle stehen (!). Warum ist denn eine Metallwährung wertbeständig? Weil sie auf Güter von wirklichem, dauerhaftem Wert gegründet ist, gerade wie der Boden, der mittelbar oder unmittelbar die Quelle aller Werte ist. Man sagt uns, das Papiergeld wird in Überzahl umlaufen und das Metall aus dem Umlauf vertreiben? - Von welchem Papiergeld spricht man da? Wenn von Papier ohne Deckung, gewiß, wenn von einem Geld, aufgebaut auf dem sicheren Grunde des Landbesitzes, keineswegs!. . . Es gibt keinen größeren Irrtum als die Furcht vor einer Überflutung mit Assignaten (!). Nur so werdet Ihr Eure Schulden begleichen, Eure Truppen bezahlen, die Revolution vorwärts treiben! - Immer wieder aufgesaugt durch den fortschreitenden Verkauf der Nationalgüter, kann dieses Papiergeld nicht mehr überzählig werden, als die Feuchtigkeit der Luft übergroß werden kann, aus der der Regen herabfällt in Rinnen, Flüsse und Ströme, um sich zuletzt im ungeheuren Ozean zu verlieren."
(s. Macleod: Theory and Practice of Banking, London 1858, vol. II p. 343, zitiert aus Eisler: Das Geld, S. 250).

Wie man sieht, kam es also auch damals schon vor, daß dem Volk hartnäckig versichert wurde, die Vermehrung des Geldes sei völlig in Ordnung und es bestehe nicht der geringste Anlaß zur Sorge; - und währenddessen arbeiteten die Druckmaschinen, und die papierenen Reichtümer stiegen in die Milliarden. Da diese außerordentliche Geldvermehrung die Preise steigerte, stiegen auch die Preise der Landgüter mit, so daß hinsichtlich der Deckung auch nach dieser Seite hin für die weitere Geldvermehrung immer Spielraum genug blieb! - Aber 6 Jahre nach der Einführung der Assignaten bekam man für 100 Livres nur noch soviel Brot und Fleisch und gewerbliche Produkte wie vorher für ein Hundertstel dieser Summe. Das war die zweite Inflation mit Papiergeld. Die Revolution jedoch beeilte sich, noch eine dritte zu machen. Die Assignaten wurden 1796 eingezogen und im Verhältnis 30:1 gegen neue Zettel, die "Mandaten", umgetauscht; doch auch diese wurden sofort so beträchtlich vermehrt, daß sie schon nach einem Vierteljahr nur 3 v. H. ihrer anfänglichen Kaufkraft hatten. Es war noch immer nicht begriffen worden, daß die Vermehrung es ist, die eine jede Sache, handle es sich um Korn oder Papiergeld oder um Gold, mit elementarer Selbstverständlichkeit zu dem Grad der Entwertung führt, der eben der vorausgegangenen Vermehrung entspricht. Vielleicht ist es zuviel gesagt, wenn wir hier so allgemein erklären, man habe die Zusammenhänge nicht begriffen; genau besehen hat es zu allen Zeiten kluge und aufrechte Männer gegeben - auf die man aber nicht hörte. Schon zu Zeiten der finanziellen Mißwirtschaft des Caracalla (211-217) hatte der römische Rechtsgelehrte Julius Paulus festgestellt, daß der Wert des Geldes mit zunehmender Menge abnimmt (Irving Fisher, Kaufkraft des Geldes, S.12). In Frankreich schrieb Jacques Necker, der letzte Finanzminister, der die Dinge noch in Ordnung zu bringen hoffte, dann aber 1789 von dem verblendeten König entlassen wurde, in seiner "Revolution Francaise" zur Assignatenwirtschaft folgendes: "Der Kurs des Geldes, werdet Ihr sagen, ist vom Zufall abhängig, keine Regierung kann für den Kurs ihres Geldes Garantie leisten, den Spekulanten (banquiers) und Schiebern (agioteurs) müßt Ihr es zuschreiben, wenn der Kurs immer ungünstiger wird. Ihr Unwissende oder besonders Schlaue: Solche Sprüche könnt Ihr bei den Parisern anbringen, die ahnungslos genug sind, sie für bare Münze zu nehmen, die, von Euch dazu aufgewiegelt, die Schieber verfluchen und die Händler, welche die Ware verteuern. Nein, sage ich, der große Betrüger, der Erzbetrüger, der Betrüger ohnegleichen ist die französische Regierung selbst - sie vermehrt ins Ungewisse den Druck ihrer Assignaten, sie findet, daß deren Deckung immer noch genügend sei. Dabei weiß sie sehr wohl, daß der nominelle Wert der Deckung immer steigt mit dem Sinken des Kurses"
Jaques Necker" (s. R. Eisler, Das Geld, S. 255).

Necker war aber nicht maßgebend; er hatte auch nicht die nötigen Ellenbogen. Was er erklärte, war in den Wind gesprochen; jetzt hatten andere Männer das Heft in der Hand, Männer, die von Haus aus keinen Sachverstand mitgebracht hatten - und im Rausch ihrer Revolutionsmacht gar nicht sahen, daß ihre Absichten und ihre Handlungen sich entgegenstanden. - Daß die erschreckende Unbeholfenheit im Umgang mit dem Gelde über ihre Folgen hinweg den Terror und Blutrausch der Revolution gesteigert haben muß, liegt in der Natur der Dinge. Die von den Machthabern verschuldete Preissteigerung auf allen Gebieten wurde den Bauern und Gewerbetreibenden, den Händlern und Produzenten zur Last gelegt. So taten denn die Gewalthaber, was ihrem beschränkten, recht haberischen Sinn entsprach, sie befahlen, verord neten, machten Höchstpreise, Ablieferungszwang, steigerten die Strafen von Geldbußen zu Gefängnis, Pranger und Todesstrafe. - "Ich glaube, man muß die kaufmännische Aristokratie umbringen, wie man die des Adels und der Geistlichkeit umgebracht hat!" schreibt Buissart an Robespierre. Die Verblendeten erkennen nicht, daß das Geld seine eigene unerbittliche Logik hat und daß die Folgen der falschen Handlung sich mit stärkerer Macht durchsetzen als das Gesetz, das nur die Folgen, nicht aber die Ursachen verhindern will.

 

mr. black

 

April 3, 2009


BILL MOYERS: Welcome to the Journal.

For months now, revelations of the wholesale greed and blatant transgressions of Wall Street have reminded us that "The Best Way to Rob a Bank Is to Own One." In fact, the man you're about to meet wrote a book with just that title. It was based upon his experience as a tough regulator during one of the darkest chapters in our financial history: the savings and loan scandal in the late 1980s.

WILLIAM K. BLACK: These numbers as large as they are, vastly understate the problem of fraud.

BILL MOYERS: Bill Black was in New York this week for a conference at the John Jay College of Criminal Justice where scholars and journalists gathered to ask the question, "How do they get away with it?" Well, no one has asked that question more often than Bill Black.

The former Director of the Institute for Fraud Prevention now teaches Economics and Law at the University of Missouri, Kansas City. During the savings and loan crisis, it was Black who accused then-house speaker Jim Wright and five US Senators, including John Glenn and John McCain, of doing favors for the S&L's in exchange for contributions and other perks. The senators got off with a slap on the wrist, but so enraged was one of those bankers, Charles Keating — after whom the senate's so-called "Keating Five" were named — he sent a memo that read, in part, "get Black — kill him dead." Metaphorically, of course. Of course.

Now Black is focused on an even greater scandal, and he spares no one — not even the President he worked hard to elect, Barack Obama. But his main targets are the Wall Street barons, heirs of an earlier generation whose scandalous rip-offs of wealth back in the 1930s earned them comparison to Al Capone and the mob, and the nickname "banksters."

Bill Black, welcome to the Journal.

WILLIAM K. BLACK: Thank you.

BILL MOYERS: I was taken with your candor at the conference here in New York to hear you say that this crisis we're going through, this economic and financial meltdown is driven by fraud. What's your definition of fraud?

WILLIAM K. BLACK: Fraud is deceit. And the essence of fraud is, "I create trust in you, and then I betray that trust, and get you to give me something of value." And as a result, there's no more effective acid against trust than fraud, especially fraud by top elites, and that's what we have.

BILL MOYERS: In your book, you make it clear that calculated dishonesty by people in charge is at the heart of most large corporate failures and scandals, including, of course, the S&L, but is that true? Is that what you're saying here, that it was in the boardrooms and the CEO offices where this fraud began?

WILLIAM K. BLACK: Absolutely.

BILL MOYERS: How did they do it? What do you mean?

WILLIAM K. BLACK: Well, the way that you do it is to make really bad loans, because they pay better. Then you grow extremely rapidly, in other words, you're a Ponzi-like scheme. And the third thing you do is we call it leverage. That just means borrowing a lot of money, and the combination creates a situation where you have guaranteed record profits in the early years. That makes you rich, through the bonuses that modern executive compensation has produced. It also makes it inevitable that there's going to be a disaster down the road.

BILL MOYERS: So you're suggesting, saying that CEOs of some of these banks and mortgage firms in order to increase their own personal income, deliberately set out to make bad loans?

WILLIAM K. BLACK: Yes.

BILL MOYERS: How do they get away with it? I mean, what about their own checks and balances in the company? What about their accounting divisions?

WILLIAM K. BLACK: All of those checks and balances report to the CEO, so if the CEO goes bad, all of the checks and balances are easily overcome. And the art form is not simply to defeat those internal controls, but to suborn them, to turn them into your greatest allies. And the bonus programs are exactly how you do that.

BILL MOYERS: If I wanted to go looking for the parties to this, with a good bird dog, where would you send me?

WILLIAM K. BLACK: Well, that's exactly what hasn't happened. We haven't looked, all right? The Bush Administration essentially got rid of regulation, so if nobody was looking, you were able to do this with impunity and that's exactly what happened. Where would you look? You'd look at the specialty lenders. The lenders that did almost all of their work in the sub-prime and what's called Alt-A, liars' loans.

BILL MOYERS: Yeah. Liars' loans--

WILLIAM K. BLACK: Liars' loans.

BILL MOYERS: Why did they call them liars' loans?

WILLIAM K. BLACK: Because they were liars' loans.

BILL MOYERS: And they knew it?

WILLIAM K. BLACK: They knew it. They knew that they were frauds.

WILLIAM K. BLACK: Liars' loans mean that we don't check. You tell us what your income is. You tell us what your job is. You tell us what your assets are, and we agree to believe you. We won't check on any of those things. And by the way, you get a better deal if you inflate your income and your job history and your assets.

BILL MOYERS: You think they really said that to borrowers?

WILLIAM K. BLACK: We know that they said that to borrowers. In fact, they were also called, in the trade, ninja loans.

BILL MOYERS: Ninja?

WILLIAM K. BLACK: Yeah, because no income verification, no job verification, no asset verification.

BILL MOYERS: You're talking about significant American companies.

WILLIAM K. BLACK: Huge! One company produced as many losses as the entire Savings and Loan debacle.

BILL MOYERS: Which company?

WILLIAM K. BLACK: IndyMac specialized in making liars' loans. In 2006 alone, it sold $80 billion dollars of liars' loans to other companies. $80 billion.

BILL MOYERS: And was this happening exclusively in this sub-prime mortgage business?

WILLIAM K. BLACK: No, and that's a big part of the story as well. Even prime loans began to have non-verification. Even Ronald Reagan, you know, said, "Trust, but verify." They just gutted the verification process. We know that will produce enormous fraud, under economic theory, criminology theory, and two thousand years of life experience.

BILL MOYERS: Is it possible that these complex instruments were deliberately created so swindlers could exploit them?

WILLIAM K. BLACK: Oh, absolutely. This stuff, the exotic stuff that you're talking about was created out of things like liars' loans, that were known to be extraordinarily bad. And now it was getting triple-A ratings. Now a triple-A rating is supposed to mean there is zero credit risk. So you take something that not only has significant, it has crushing risk. That's why it's toxic. And you create this fiction that it has zero risk. That itself, of course, is a fraudulent exercise. And again, there was nobody looking, during the Bush years. So finally, only a year ago, we started to have a Congressional investigation of some of these rating agencies, and it's scandalous what came out. What we know now is that the rating agencies never looked at a single loan file. When they finally did look, after the markets had completely collapsed, they found, and I'm quoting Fitch, the smallest of the rating agencies, "the results were disconcerting, in that there was the appearance of fraud in nearly every file we examined."

BILL MOYERS: So if your assumption is correct, your evidence is sound, the bank, the lending company, created a fraud. And the ratings agency that is supposed to test the value of these assets knowingly entered into the fraud. Both parties are committing fraud by intention.

WILLIAM K. BLACK: Right, and the investment banker that — we call it pooling — puts together these bad mortgages, these liars' loans, and creates the toxic waste of these derivatives. All of them do that. And then they sell it to the world and the world just thinks because it has a triple-A rating it must actually be safe. Well, instead, there are 60 and 80 percent losses on these things, because of course they, in reality, are toxic waste.

BILL MOYERS: You're describing what Bernie Madoff did to a limited number of people. But you're saying it's systemic, a systemic Ponzi scheme.

WILLIAM K. BLACK: Oh, Bernie was a piker. He doesn't even get into the front ranks of a Ponzi scheme...

BILL MOYERS: But you're saying our system became a Ponzi scheme.

WILLIAM K. BLACK: Our system...

BILL MOYERS: Our financial system...

WILLIAM K. BLACK: Became a Ponzi scheme. Everybody was buying a pig in the poke. But they were buying a pig in the poke with a pretty pink ribbon, and the pink ribbon said, "Triple-A."

BILL MOYERS: Is there a law against liars' loans?

WILLIAM K. BLACK: Not directly, but there, of course, many laws against fraud, and liars' loans are fraudulent.

BILL MOYERS: Because...

WILLIAM K. BLACK: Because they're not going to be repaid and because they had false representations. They involve deceit, which is the essence of fraud.

BILL MOYERS: Why is it so hard to prosecute? Why hasn't anyone been brought to justice over this?

WILLIAM K. BLACK: Because they didn't even begin to investigate the major lenders until the market had actually collapsed, which is completely contrary to what we did successfully in the Savings and Loan crisis, right? Even while the institutions were reporting they were the most profitable savings and loan in America, we knew they were frauds. And we were moving to close them down. Here, the Justice Department, even though it very appropriately warned, in 2004, that there was an epidemic...

BILL MOYERS: Who did?

WILLIAM K. BLACK: The FBI publicly warned, in September 2004 that there was an epidemic of mortgage fraud, that if it was allowed to continue it would produce a crisis at least as large as the Savings and Loan debacle. And that they were going to make sure that they didn't let that happen. So what goes wrong? After 9/11, the attacks, the Justice Department transfers 500 white-collar specialists in the FBI to national terrorism. Well, we can all understand that. But then, the Bush administration refused to replace the missing 500 agents. So even today, again, as you say, this crisis is 1000 times worse, perhaps, certainly 100 times worse, than the Savings and Loan crisis. There are one-fifth as many FBI agents as worked the Savings and Loan crisis.

BILL MOYERS: You talk about the Bush administration. Of course, there's that famous photograph of some of the regulators in 2003, who come to a press conference with a chainsaw suggesting that they're going to slash, cut business loose from regulation, right?

WILLIAM K. BLACK: Well, they succeeded. And in that picture, by the way, the other — three of the other guys with pruning shears are the...

BILL MOYERS: That's right.

WILLIAM K. BLACK: They're the trade representatives. They're the lobbyists for the bankers. And everybody's grinning. The government's working together with the industry to destroy regulation. Well, we now know what happens when you destroy regulation. You get the biggest financial calamity of anybody under the age of 80.

BILL MOYERS: But I can point you to statements by Larry Summers, who was then Bill Clinton's Secretary of the Treasury, or the other Clinton Secretary of the Treasury, Rubin. I can point you to suspects in both parties, right?

WILLIAM K. BLACK: There were two really big things, under the Clinton administration. One, they got rid of the law that came out of the real-world disasters of the Great Depression. We learned a lot of things in the Great Depression. And one is we had to separate what's called commercial banking from investment banking. That's the Glass-Steagall law. But we thought we were much smarter, supposedly. So we got rid of that law, and that was bipartisan. And the other thing is we passed a law, because there was a very good regulator, Brooksley Born, that everybody should know about and probably doesn't. She tried to do the right thing to regulate one of these exotic derivatives that you're talking about. We call them C.D.F.S. And Summers, Rubin, and Phil Gramm came together to say not only will we block this particular regulation. We will pass a law that says you can't regulate. And it's this type of derivative that is most involved in the AIG scandal. AIG all by itself, cost the same as the entire Savings and Loan debacle.

BILL MOYERS: What did AIG contribute? What did they do wrong?

WILLIAM K. BLACK: They made bad loans. Their type of loan was to sell a guarantee, right? And they charged a lot of fees up front. So, they booked a lot of income. Paid enormous bonuses. The bonuses we're thinking about now, they're much smaller than these bonuses that were also the product of accounting fraud. And they got very, very rich. But, of course, then they had guaranteed this toxic waste. These liars' loans. Well, we've just gone through why those toxic waste, those liars' loans, are going to have enormous losses. And so, you have to pay the guarantee on those enormous losses. And you go bankrupt. Except that you don't in the modern world, because you've come to the United States, and the taxpayers play the fool. Under Secretary Geithner and under Secretary Paulson before him... we took $5 billion dollars, for example, in U.S. taxpayer money. And sent it to a huge Swiss Bank called UBS. At the same time that that bank was defrauding the taxpayers of America. And we were bringing a criminal case against them. We eventually get them to pay a $780 million fine, but wait, we gave them $5 billion. So, the taxpayers of America paid the fine of a Swiss Bank. And why are we bailing out somebody who that is defrauding us?

BILL MOYERS: And why...

WILLIAM K. BLACK: How mad is this?

BILL MOYERS: What is your explanation for why the bankers who created this mess are still calling the shots?

WILLIAM K. BLACK: Well, that, especially after what's just happened at G.M., that's... it's scandalous.

BILL MOYERS: Why are they firing the president of G.M. and not firing the head of all these banks that are involved?

WILLIAM K. BLACK: There are two reasons. One, they're much closer to the bankers. These are people from the banking industry. And they have a lot more sympathy. In fact, they're outright hostile to autoworkers, as you can see. They want to bash all of their contracts. But when they get to banking, they say, ‘contracts, sacred.' But the other element of your question is we don't want to change the bankers, because if we do, if we put honest people in, who didn't cause the problem, their first job would be to find the scope of the problem. And that would destroy the cover up.

BILL MOYERS: The cover up?

WILLIAM K. BLACK: Sure. The cover up.

BILL MOYERS: That's a serious charge.

WILLIAM K. BLACK: Of course.

BILL MOYERS: Who's covering up?

WILLIAM K. BLACK: Geithner is charging, is covering up. Just like Paulson did before him. Geithner is publicly saying that it's going to take $2 trillion — a trillion is a thousand billion — $2 trillion taxpayer dollars to deal with this problem. But they're allowing all the banks to report that they're not only solvent, but fully capitalized. Both statements can't be true. It can't be that they need $2 trillion, because they have masses losses, and that they're fine.

These are all people who have failed. Paulson failed, Geithner failed. They were all promoted because they failed, not because...

BILL MOYERS: What do you mean?

WILLIAM K. BLACK: Well, Geithner has, was one of our nation's top regulators, during the entire subprime scandal, that I just described. He took absolutely no effective action. He gave no warning. He did nothing in response to the FBI warning that there was an epidemic of fraud. All this pig in the poke stuff happened under him. So, in his phrase about legacy assets. Well he's a failed legacy regulator.

BILL MOYERS: But he denies that he was a regulator. Let me show you some of his testimony before Congress. Take a look at this.

TIMOTHY GEITHNER: I've never been a regulator, for better or worse. And I think you're right to say that we have to be very skeptical that regulation can solve all of these problems. We have parts of our system that are overwhelmed by regulation.

Overwhelmed by regulation! It wasn't the absence of regulation that was the problem, it was despite the presence of regulation you've got huge risks that build up.

WILLIAM K. BLACK: Well, he may be right that he never regulated, but his job was to regulate. That was his mission statement.

BILL MOYERS: As?

WILLIAM K. BLACK: As president of the Federal Reserve Bank of New York, which is responsible for regulating most of the largest bank holding companies in America. And he's completely wrong that we had too much regulation in some of these areas. I mean, he gives no details, obviously. But that's just plain wrong.

BILL MOYERS: How is this happening? I mean why is it happening?

WILLIAM K. BLACK: Until you get the facts, it's harder to blow all this up. And, of course, the entire strategy is to keep people from getting the facts.

BILL MOYERS: What facts?

WILLIAM K. BLACK: The facts about how bad the condition of the banks is. So, as long as I keep the old CEO who caused the problems, is he going to go vigorously around finding the problems? Finding the frauds?

BILL MOYERS: You--

WILLIAM K. BLACK: Taking away people's bonuses?

BILL MOYERS: To hear you say this is unusual because you supported Barack Obama, during the campaign. But you're seeming disillusioned now.

WILLIAM K. BLACK: Well, certainly in the financial sphere, I am. I think, first, the policies are substantively bad. Second, I think they completely lack integrity. Third, they violate the rule of law. This is being done just like Secretary Paulson did it. In violation of the law. We adopted a law after the Savings and Loan crisis, called the Prompt Corrective Action Law. And it requires them to close these institutions. And they're refusing to obey the law.

BILL MOYERS: In other words, they could have closed these banks without nationalizing them?

WILLIAM K. BLACK: Well, you do a receivership. No one -- Ronald Reagan did receiverships. Nobody called it nationalization.

BILL MOYERS: And that's a law?

WILLIAM K. BLACK: That's the law.

BILL MOYERS: So, Paulson could have done this? Geithner could do this?

WILLIAM K. BLACK: Not could. Was mandated--

BILL MOYERS: By the law.

WILLIAM K. BLACK: By the law.

BILL MOYERS: This law, you're talking about.

WILLIAM K. BLACK: Yes.

BILL MOYERS: What the reason they give for not doing it?

WILLIAM K. BLACK: They ignore it. And nobody calls them on it.

BILL MOYERS: Well, where's Congress? Where's the press? Where--

WILLIAM K. BLACK: Well, where's the Pecora investigation?

BILL MOYERS: The what?

WILLIAM K. BLACK: The Pecora investigation. The Great Depression, we said, "Hey, we have to learn the facts. What caused this disaster, so that we can take steps, like pass the Glass-Steagall law, that will prevent future disasters?" Where's our investigation?

What would happen if after a plane crashes, we said, "Oh, we don't want to look in the past. We want to be forward looking. Many people might have been, you know, we don't want to pass blame. No. We have a nonpartisan, skilled inquiry. We spend lots of money on, get really bright people. And we find out, to the best of our ability, what caused every single major plane crash in America. And because of that, aviation has an extraordinarily good safety record. We ought to follow the same policies in the financial sphere. We have to find out what caused the disasters, or we will keep reliving them. And here, we've got a double tragedy. It isn't just that we are failing to learn from the mistakes of the past. We're failing to learn from the successes of the past.

BILL MOYERS: What do you mean?

WILLIAM K. BLACK: In the Savings and Loan debacle, we developed excellent ways for dealing with the frauds, and for dealing with the failed institutions. And for 15 years after the Savings and Loan crisis, didn't matter which party was in power, the U.S. Treasury Secretary would fly over to Tokyo and tell the Japanese, "You ought to do things the way we did in the Savings and Loan crisis, because it worked really well. Instead you're covering up the bank losses, because you know, you say you need confidence. And so, we have to lie to the people to create confidence. And it doesn't work. You will cause your recession to continue and continue." And the Japanese call it the lost decade. That was the result. So, now we get in trouble, and what do we do? We adopt the Japanese approach of lying about the assets. And you know what? It's working just as well as it did in Japan.

BILL MOYERS: Yeah. Are you saying that Timothy Geithner, the Secretary of the Treasury, and others in the administration, with the banks, are engaged in a cover up to keep us from knowing what went wrong?

WILLIAM K. BLACK: Absolutely.

BILL MOYERS: You are.

WILLIAM K. BLACK: Absolutely, because they are scared to death. All right? They're scared to death of a collapse. They're afraid that if they admit the truth, that many of the large banks are insolvent. They think Americans are a bunch of cowards, and that we'll run screaming to the exits. And we won't rely on deposit insurance. And, by the way, you can rely on deposit insurance. And it's foolishness. All right? Now, it may be worse than that. You can impute more cynical motives. But I think they are sincerely just panicked about, "We just can't let the big banks fail." That's wrong.

BILL MOYERS: But what might happen, at this point, if in fact they keep from us the true health of the banks?

WILLIAM K. BLACK: Well, then the banks will, as they did in Japan, either stay enormously weak, or Treasury will be forced to increasingly absurd giveaways of taxpayer money. We've seen how horrific AIG -- and remember, they kept secrets from everyone.

BILL MOYERS: A.I.G. did?

WILLIAM K. BLACK: What we're doing with -- no, Treasury and both administrations. The Bush administration and now the Obama administration kept secret from us what was being done with AIG. AIG was being used secretly to bail out favored banks like UBS and like Goldman Sachs. Secretary Paulson's firm, that he had come from being CEO. It got the largest amount of money. $12.9 billion. And they didn't want us to know that. And it was only Congressional pressure, and not Congressional pressure, by the way, on Geithner, but Congressional pressure on AIG.

Where Congress said, "We will not give you a single penny more unless we know who received the money." And, you know, when he was Treasury Secretary, Paulson created a recommendation group to tell Treasury what they ought to do with AIG. And he put Goldman Sachs on it.

BILL MOYERS: Even though Goldman Sachs had a big vested stake.

WILLIAM K. BLACK: Massive stake. And even though he had just been CEO of Goldman Sachs before becoming Treasury Secretary. Now, in most stages in American history, that would be a scandal of such proportions that he wouldn't be allowed in civilized society.

BILL MOYERS: Yeah, like a conflict of interest, it seems.

WILLIAM K. BLACK: Massive conflict of interests.

BILL MOYERS: So, how did he get away with it?

WILLIAM K. BLACK: I don't know whether we've lost our capability of outrage. Or whether the cover up has been so successful that people just don't have the facts to react to it.

BILL MOYERS: Who's going to get the facts?

WILLIAM K. BLACK: We need some chairmen or chairwomen--

BILL MOYERS: In Congress.

WILLIAM K. BLACK: --in Congress, to hold the necessary hearings. And we can blast this out. But if you leave the failed CEOs in place, it isn't just that they're terrible business people, though they are. It isn't just that they lack integrity, though they do. Because they were engaged in these frauds. But they're not going to disclose the truth about the assets.

BILL MOYERS: And we have to know that, in order to know what?

WILLIAM K. BLACK: To know everything. To know who committed the frauds. Whose bonuses we should recover. How much the assets are worth. How much they should be sold for. Is the bank insolvent, such that we should resolve it in this way? It's the predicate, right? You need to know the facts to make intelligent decisions. And they're deliberately leaving in place the people that caused the problem, because they don't want the facts. And this is not new. The Reagan Administration's central priority, at all times, during the Savings and Loan crisis, was covering up the losses.

BILL MOYERS: So, you're saying that people in power, political power, and financial power, act in concert when their own behinds are in the ringer, right?

WILLIAM K. BLACK: That's right. And it's particularly a crisis that brings this out, because then the class of the banker says, "You've got to keep the information away from the public or everything will collapse. If they understand how bad it is, they'll run for the exits."

BILL MOYERS: Yeah, and this week in New York, at this conference, you described this as more than a financial crisis. You called it a moral crisis.

WILLIAM K. BLACK: Yes.

BILL MOYERS: Why?

WILLIAM K. BLACK: Because it is a fundamental lack of integrity. But also because, if you look back at crises, an economist who is also a presidential appointee, as a regulator in the Savings and Loan industry, right here in New York, Larry White, wrote a book about the Savings and Loan crisis. And he said, you know, one of the most interesting questions is why so few people engaged in fraud? Because objectively, you could have gotten away with it. But only about ten percent of the CEOs, engaged in fraud. So, 90 percent of them were restrained by ethics and integrity. So, far more than law or by F.B.I. agents, it's our integrity that often prevents the greatest abuses. And what we had in this crisis, instead of the Savings and Loan, is the most elite institutions in America engaging or facilitating fraud.

BILL MOYERS: This wound that you say has been inflicted on American life. The loss of worker's income. And security and pensions and future happened, because of the misconduct of a relatively few, very well-heeled people, in very well-decorated corporate suites, right?

WILLIAM K. BLACK: Right.

BILL MOYERS: It was relatively a handful of people.

WILLIAM K. BLACK: And their ideologies, which swept away regulation. So, in the example, regulation means that cheaters don't prosper. So, instead of being bad for capitalism, it's what saves capitalism. "Honest purveyors prosper" is what we want. And you need regulation and law enforcement to be able to do this. The tragedy of this crisis is it didn't need to happen at all.

BILL MOYERS: When you wake in the middle of the night, thinking about your work, what do you make of that? What do you tell yourself?

WILLIAM K. BLACK: There's a saying that we took great comfort in. It's actually by the Dutch, who were fighting this impossible war for independence against what was then the most powerful nation in the world, Spain. And their motto was, "It is not necessary to hope in order to persevere."

Now, going forward, get rid of the people that have caused the problems. That's a pretty straightforward thing, as well. Why would we keep CEOs and CFOs and other senior officers, that caused the problems? That's facially nuts. That's our current system.

So stop that current system. We're hiding the losses, instead of trying to find out the real losses. Stop that, because you need good information to make good decisions, right? Follow what works instead of what's failed. Start appointing people who have records of success, instead of records of failure. That would be another nice place to start. There are lots of things we can do. Even today, as late as it is. Even though they've had a terrible start to the administration. They could change, and they could change within weeks. And by the way, the folks who are the better regulators, they paid their taxes. So, you can get them through the vetting process a lot quicker.

BILL MOYERS: William Black, thank you very much for being with me on the Journal.

WILLIAM K. BLACK: Thank you so much.

 

 

HANKEL VS. HEUSINGER Euro und Krise (fr-blog 2010)

  1. # Wilhelm Hankel am 25. Mai 2010 um 20:07:

    Lieber Herr v. Heusinger, Sie gehen in Ihren Stellungnahmen zum Thema: Müssen wir Griechenland und den Euro retten? davon aus, dass die EU in ihrer heutigen Form und die Euro-Währung in ihrem heutigen Umfang und mit ihrer gegenwärtigen Mitgliederzahl unveränderliche Größen, ja sogar Werte an sich seien: heilige Kühe, die man weder schlachten noch von der Wiese nehmen darf, wenn sie dort Schaden anrichten. EU wie Währungsunion sind jedoch Zweckeinrichtungen, die man immer wieder auf Kosten und Nutzen überprüfen muss, besonders dann wenn die Kosten überhandnehmen.
    Genau das ist beim Euro der Fall und war auch vorauszusehen. Ich war nicht der einzige Ökonom, der darauf hinwies, und auch nicht der einzige Kläger vor dem Bundesverfassungsgericht gegen dieses im übrigen mehr als einmal in der langen Geldgeschichte widerlegte Währungsexperiment. Doch jetzt lernen unsere Politiker, was sie lange Zeit verdrängt haben und es mangels Krise auch konnten: Gegen ökonomische Gesetze lässt sich nicht regieren. Ja es ist verantwortungslos, das zu tun, denn die Zeche zahlen dann immer andere, nie sie selber. Die Pensionen und Renten der Damen und Herren (meist waren es wohl Herren), die Deutschland ins Euro-Debakel geführt haben, sind sicher, die der Angeführten leider nicht.

    In der jetzigen Krise wird klar:

    Erstens dass die “Sachzwangtheorie”: Europa wächst über die Währung zusammen, immer ein Irrtum und zudem gefährliches Spiel mit dem Feuer des nationalen Egoismus war und eben nicht die Solidarität unter den europäischen Völkern gefördert hat. Statt sich an die vereinbarten gemeinsamen Spielregeln zu halten (Stabi-Pakt, Vermeidung unverhältnismäßiger Budgetdefizite), missbrauchten einzelne Mitglieder der Währungsfamilie (keineswegs Griechenland allein) den Euro als Blankoscheck, um sich mit seiner Hilfe übermäßig zu verschulden. Der mit der neuen Währung verbundene niedrige Zins und die nicht mehr bestehende Gefahr der Währungsabwertung als Strafe für das Über-die-Verhältnisse-Leben verführte sie dazu.

    Zweitens, dass die gegenwärtige Finanzkrise als Folge der fortschreitenden Überschuldung - als solche ein klares Indiz für Divergenz (also Desintegration) statt der erstrebten Konvergenz (oder Integration) der beteiligten Volkswirtschaften - früher oder später ausbrechen musste. Die Finanzmärkte (und ihre “bösen Spekulanten”) haben sie nicht ausgelöst, sondern angezeigt: Erstaunlich ist nur, dass sie solange gebraucht haben, den drohenden Bankrott dieser Staaten zu erkennen.
    Die Krise ist also nicht vom Himmel gefallen, und die EU-Organe (Kommission wie EZB), die sie aufgrund ihrer eigenen Statistiken (Zahlen der Leistungsbilanz) als erste hätten registrieren konnn, haben statt einzuschreiten gewartet bis sie ausbrach.

    Drittens: Doch jetzt, seit wir die Krise haben, sieht man deutlich, was sie die Euroländer kostet. Die Schuldenländer verlieren ihre Demokratie, ihr freiheitliches Sekbstbestimmungsrecht und große Teile ihrer Grund-, Menschen- und Sozial-rechte. Damit sie die mit der Hilfe verbundenen Auflagen erfüllen, werden sie unter das Kuratel von Fronvogten der EU und des IWF gestellt. Sie (nicht mehr die Parlamente!) bestimmen über die innere Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik. Und was für eine! Sie stürzt jetzt Griechenland in eine noch schwerere Krise als vorher. Und außerdem verwandelt sie die dem Land gewährten rückzahlbaren Kredite in verlorene Zuschüsse. Einem armen Land kann man so wenig wie einem nackten Mann in die Tasche greifen.

    Die Hilfe gewährenden Länder (Deutschland zahlt am meisten) leisten Zahlungen, die

    a) sinnlos, ja unverantwortlich sind, weil dieses Geld nicht den Menschen zugute kommt, sondern den geldgebenden Banken und Fi-nanzinstituten,
    b)die Schuldenlast in den geldgebenden Staaten weiter erhöht und damit zu einer akuten Gefahr für die weitere Finanzierbarkeit der eigenen Haushalte und Sozialsysteme wird und
    c) die geamte Euro-Zone in eine Dauerkrise à la 1930er Jahre stürzt, weil nun alle Euroländer zum Sparen gezwungen werden, und das in einer Situation, in der nur ein Weg Europa aus der Krise herausführen würde: wenn alle mehr investieren statt sparen würden!

    Fazit: Der Euro verstärkt die Krise, statt sie zu bekämpfen, die Griechenland-Hilfe schadet dem Land, statt ihm zu helfen, und ruiniert zudem die Helfer; erst recht wenn weitere Griechenlands dazukommen.
    Und die Rettung aus diesem Dilemma? Das katastrophale Krisenmanagement von EU und EZB gehört auf den Prüfstand und muss von Grund auf geändert werden. Es geht nicht um nutz- und sinnlose Kredite an vom Staatsbankrott bedrohte Euroländer,(Griechenland ist nicht das einzige), vulgo um eine kaum bezahlbare Konkursverschleppung. Im Privatrecht wäre sie strafbar. Im Recht der Staaten bedeutet sie Ent-Schuldung, und zwar zu Lasten jener Banken, die das Übel der krisenhaften Verschuldung finanziert haben. Warum fragt eigentlich niemand, wer die famosen “Rettungspläne”, wie sich Banken auf Kosten der Steuerzahler in den generösen Helferstaaten gesundstoßen, erfunden hat? War es die EU, waren es Staatskanzleieien und Finanzminister oder womöglich die zu rettenden Banken selber?

    Es geht darum, den überschuldeten Ländern die Chance zur Selbsthilfe zu geben: Das verlangt ihren Austritt aus der Euro-Zone, der auf frewilliger Basis jederzeit möglich ist. Und es geht darum, den Bürgern der Euro-Zone ihren Euro als wertstabiles Geld zu erhalten, was nur in einer verschlankten Euro-Zone möglich und realistisch ist. Und es geht last but not least darum, unser eigenes Sozialsystem vor dem Kollaps zu bewahren.

    Deshalb sollten Sie, lieber Herr v. Heusinger, über Reformen von EU und Währungsunion nachdenken, statt bedenkenlos für deren Erhalt und noch gefährlicheren Ausbau zu plädieren. Dieser europäische Leviathan kostet unsere Bürger demokratische Grund- und Menschenrechte, Millionen Arbeitsplätze und sichere Sozialrenten. Wollen Sie dafür hunderte von Milliarden Steuergelder zweckentfremden und sinnlos in den Sand setzen? Und das alles für einen Kult heiliger Kühen, die keine sind.

  2. # Robert v. Heusinger am 26. Mai 2010 um 16:27:

    Lieber Professor Hankel,

    das war ja schon mal ein starker Aufschlag. Da es sich um einen Blogtalk handelt, gestatten Sie mir, wenn ich mich peu à peu an Ihren Thesen entlang hangele. Die Währungsunion war von Anfang an mit der super-unabhängigen Zentralbank, die sich ihr Inflationsziel auch noch selber aussuchen durfte, sowie dem zweifelhaften Stabilitätspakt, falsch konstruiert. Da bin ich ganz bei Ihnen. Meine Hoffnung war und ist es immer noch, dass in der Krise, ja dass durch die Krise die ökonomische Einsicht reift und Euroland endlich eine vollwertige Wirtschafts- und Währungsunion wird, inklusive einer Fiskalunion, versteht sich. Denn wie Sie zu Recht anmerken, sind alle anderen, lockereren Währungsverbünde gescheitert. Also muss die Währungsunion endlich auf ein tragfähiges Fundament gesetzt werden.

    Und wenn ich die Geschichte inklusive der Wirtschaftsgeschichte halbwegs verstanden habe, sind die Zusammenschlüsse zu Staaten und Nationen nie ganz euphorisch verlaufen. Warum sollte es jetzt anders sein?

    Dass Sie den freien Wechselkursen das Wort reden, verstehe ich nicht. Was ist daran toll, dass der „freie Markt“ das Austauschverhältnis Euro/Dollar binnen zehn Jahren zwischen 0,82 und 1,60 Dollar je Euro schwanken lässt? Was bringt das der Realwirtschaft? Es füllt die Taschen der Banker, d’accord. Aber das scheinen ja auch nicht Ihre Freunde zu sein, wenn ich Ihren Text aufmerksam lese? Also für mich sind flexible Wechselkurse der schlechteste Zustand überhaupt, weil das kapitalistische System so gar nicht grundiert ist.

    Kommen wir zum Wechselkurssystem EWS. Das mag als Mittelweg zwischen freien Kursen und der Währungsunion charmant sein, doch den Realitätstest hat es auch nicht bestanden. Erinnern Sie sich noch an 1992? Das war mein Erweckungserlebnis. Wie die Bundesbank damals mit ihrer panischen Inflationsangst nicht nur Europa in die Rezession gestoßen hat, weil sie die Zinsen auf über acht Prozent anhob. Sie hat den hiesigen Aufschwung unnötig brüsk abgewürgt und damit die Kosten der deutschen Einheit deutlich erhöht. Schlimmer noch, die Bundesbank hat es völlig ignoriert, dass England mit seinem auf dem Drei-Monats-Zins fußenden Immobilienmarkt die 8,5 Prozent nie und nimmer wird verkraften können. So kam es zur EWS-Krise, in deren Folge die D-Mark heftig aufwertete.

    Von dieser Aufwertung, die die deutschen Lohnstückkosten logischerweise nach oben katapultierte, hat sich die Volkswirtschaft erst um das Jahr 2005 erholt. Ein verlorenes Jahrzehnt, dank einer völlig irrational handelnden Deutschen Bundesbank.

    Deshalb sollten Sie die Kosten eines deutschen Alleinganges nicht zu niedrig ansetzen! Bei einem Blick auf die Taylor-Gleichung kann man feststellen, dass die EZB die Inflationsgefahren nicht ganz so hoch gewichtet wie es die Bundesbank getan hat. Also schon mal ein Fortschritt.

    Soweit mein erster Einwurf: In welchem Währungsregime, das den Menschen, der Realwirtschaft, dient, wollen Sie denn leben, verehrter Herr Hankel?

  3. # Wilhelm Hankel am 27. Mai 2010 um 14:40:

    Lieber Herr v. Heusinger, noch immer ist Angriff die beste Verteidigung. Sie fragen, was ich mir unter einem guten Geldsystem vorstelle. Theoretisch ist die Antwort leicht, politisch umsetzen lässt sie sich womöglich niemals, jedenfalls nicht zu 100 Prozent. Das ideale Geldsystem muss dem Bürger die korrekte Bewertung seiner Leistung (Einkommen, Vermögen) garantieren und der Gesellschaft ein Finanzierungsangebot machen, das es ihren hellen Köpfen ermöglicht, ihre Innovationsideen umzusetzen; mit anderen Worten: Es muss annähernd inflationsfrei sein und der jeweiligen Volkswirtschaft die Finanzierung ihrer Produktivitätspotentiale ermöglichen.

    Die beiden Jahrhundertökonomen Schumpeter und Keynes stimmten darin überein, dass gleichwohl eine in Grenzen gehaltene Geldwertverschlechterung (sie begünstigt immer den Investor zu Lasten des Sparers) den gesellschaftlichen Fortschrittsprozess beschleunigt; denn wirklich stabile Preise gibt es immer nur in der Krise: wie zuletzt in den 1930er Jahren, nach dem Schwarzen Freitag - oder demnächst vielleicht wieder. Und sie stimmten auch darin überein, dass in diesem Prozess die Bankiers eine Schlüsselrolle spielen. Schumpeter nannte sie sogar die „Ephoren“ der Volkswirtschaft, Keynes beurteilte sie skeptischer; er kannte sie auch besser. Die Frage ist: ob sie dieser Rolle auch heute noch gerecht werden?

    Das lässt sich nicht ohne Rückblick auf die Geldhistorie beantworten. Ursprünglich ging aller Geldfortschritt von den Staaten und ihren Münzmeistern aus. Diese lernten früh, wie man Geld „wirtschaftlich“ herstellt und aus knappen und teuren Geld-Rohstoffen (Gold, Silber) möglichst viel Endprodukte (Münzen) produziert. Bis Anbruch der Neuzeit war die „Münzverschlechterung“ (Fortschritt oder Betrug?) der eigentliche Motor des sozialen Fortschritts, denn er verbreiterte und verbilligte das Finanzierungsangebot. Diese Fortschritts- oder Betrugsfunktion ging mit Anbruch der Neuzeit auf die Bankwelt über. Man lernte dort mehr Geld auszuleihen als man hatte; denn nicht alle Einleger (Sparer) hoben ihr Geld gleichzeitig ab. Diese “Kreditschöpfung” war ein glänzendes Geschäft; man hatte höhere Zinseinnahmen, aber auch der Gesellschaft bekam sie gut. Die Erfolgsgeschichte des modernen Industriekapitalismus lässt sich ohne diese Kreditinflation nicht schreiben.

    Für die Einzelbank enthielt die Sache jedoch ein Liquiditäts-Risiko: das „banco rotto“, wenn es aufgrund zu hoher Kreditauszahlungen zu Bargeld-Problemen kam. Staaten wie Banken beschlossen, Abhilfen zu schaffen, nachdem sich solche Fälle häuften. Die Staaten richteten „Banken der Banken“ (Zentralbanken) ein, die in solchen Fällen mit Liquiditätshilfen bereit standen, die Banken organisierten ihre Selbsthilfe über einen Pool: den Geldmarkt, wo sie sich selber Kredite einräumen, vulgo anpumpen konnten. Daraus ist unser heutiges, zweistufiges Geldsystem mit seinen beiden Kreisläufen entstanden: dem Geldkreislauf zwischen Zentralbank, Geschäftsbanken und Geldmarkt und dem Kreditlauf zwischen Geschäftsbanken, Wirtschaft und Privathaushalte.

    Und damit sind wir endlich bei der Gegenwart und der heutigen Finanzkrise angekommen. Dieses System hat leidlich, wenn auch niemals krisenlos funktioniert, solange der zweite (Kredit-)Kreislauf über den ersten (der Zentralbanken) kontrolliert werden konnte. Doch damit ist es seit der „Globalisierung“, genauer der Globalisierung der Banken-Geldmärkte vorbei. Die Banken und ihre Ableger (Fonds) konnten sich an den neuen exterritorialen Inter-Banken-Märkten sowohl von ihren alten Geld-Lieferanten: Sparern wie Zentralbanken wie auch ihren nationalen Aufsichts- und Kontrollämtern zu „befreien“. Auch die alten Kreditkunden (Investoren der Wirtschaft) brauchten sie nicht mehr. Geld nahmen sie bei ihresgleichen auf: im Inter-Bankenverkehr, und das aufgenommene Geld legten sie wiederum im Finanzsektor an: an Börse, Immobilienmärkten und dergleichen.

    Kreditbanken verwandelten sich in Anlagehäuser (Investmentbanken), die Spitzeninstitute des Finanzsektors koppelten sich von der Realwirtschaft ab. Und das noch Bizzarere ist: Niemand nahm Anstoß daran. Dass die größte finanztechnische Innovation der neueren Geldgeschichte: die Trennung von Finanz- und Realsektor, von Sparer und Investor und allen Aufsichts- und Kontrollorganen, zugleich das Vorspiel zu weltweit größten Finanzkrise, um nicht zu sagen –katastrophe war, nahm (fast) niemand wahr, bevor sie ausbrach!

    Dabei war alles „transparent“ gewesen: die Flucht der Banken in das unkontrollierbare Niemandsland gesetzloser Finanzoasen, die Aufblähung der globalen Inter-Bankenmärkte, die Blasenbildung an den Kapitalmärkten, die Renditenexplosion im Finanzsektor weit oberhalb realer Investitionsrenditen – und der bevorstehende Zusammenbruch der überdehnten Inter-Bankenmärkte, an denen die Schulden- und Geldbeschaffungstitel der Banken („Derivate“) gehandelt wurden. Seit diese Märkte (Herbst 2007 beginnend) zusammenbrachen, müssen Summen abgeschrieben werden, die die Eigenmittel weit überstiegen. Seitdem verlangen diese Banken, als ob es das Selbstverständlichste der Welt wäre, dass sie von Staat und Steuerzahler gerettet werden, denn sie seien ja doch „systemrelevant“ und „to big to fail“.

    Lieber Herr v. Heusinger, Sie dürfen mir in Ihrem nächsten Beitrag verraten, was Sie von diesem Erpressungs-Argument halten. Offenbar teilen Sie es, denn Sie werfen ja „Mutti Merkel“ vor, dass sie im Falle der Euro-Banken solange gezögert habe, ihnen aus der Patsche zu helfen. Oder habe ich Sie falsch verstanden?

    Und auf diese schlimmste und noch längst nicht ausgestandene aller Krisen setzen nun die Europäer ihre eigene, hausgemachte mit dem Euro drauf! Ausgerechnet mit jener Währung, die uns doch von den „bösen“ Amis und ihren Machenschaften schützen sollte. War das nicht der Slogan aller Euro-Freunde von der ersten Stunde an? Jetzt haben wir nicht eine Finanzkrise, sondern zwei: die globale der Banken und die innereuropäische der Club-Med-Staaten, die den Euro als Blankoscheck für ihr „Über- die-Verhältnisse-Leben“ missbraucht haben. Und wieder geht es (diesmal vor der Haustür) darum, Banken, die das Desaster ausgelöst haben, mit dem Geld des Steuerzahlers auszulösen – als ob es für dieses keine angemessenere Verwendung gäbe.

    Lieber Herr v. Heusinger, ich breche an dieser Stelle ab. Wir müssen nicht alle Fragen in einem Blog klären. Wenn Sie wissen wollen, wie mein ideales Geldsystem aussieht, erkläre ich Ihnen das gerne das nächste Mal. Doch zuvor sollten wir unseren ratlosen Politikern noch sagen, wie sie beiden Krisen, die uns Bürger noch um Wohlstand, sichere Arbeitsplätze und Renten bringen können, besser lösen könnten als mit ihrem für uns teuren Kniefall vor den Banken.

    Herzlichst Ihr Wilhelm Hankel

  4. # Robert von Heusinger am 27. Mai 2010 um 21:47:

    Lieber Professor Hankel,

    da sind Sie aber ein wenig abgeschweift… Allerdings höchst interessant. Ich gebe Ihnen in fast allen Punkten Recht, nicht nur, weil sie mit unserer Debatte um den Euro wenig zu tun haben. Ich habe in der Krise – auch dank Ihnen – gelernt, dass das größte Problem die Privatisierung der Kreditvergabe ist. Der Staat hat die Kreditschöpfung nicht mehr kontrolliert – und die Banken konnten aus Wasser Wein machen, zu wunderbaren Alchemisten avancieren.

    Seit wann das so ist? Sie schreiben, durch die Globalisierung des Geldgeschäftes hätten sich die Banken jeglicher Bremsen entziehen können. Ganz richtig. Seit dem Ende von Bretton Woods, dem Festwechselkurssystem, hat die Ideologie des freien Marktes ihren zweiten Siegeszug angetreten, oder gar ihren dritten? Wie auch immer man zählt: Auf jeden Fall herrschte der Glaube vor, je freier der Markt, desto besser das Ergebnis für die Volkswirtschaft als Ganzes. Also wurden Kapitalverkehrskontrollen abgebaut, erst für die langfristigen Kapitalströme, dann für die kurzfristigen. Etwas zeitversetzt meinte man, man müsse das Wettbewerbsprinzip auf den Banksektor anwenden. Die Zinsschranken für Ausleihungen und Einlagen, die den Banken feste Margen garantieren sollten, wurden ebenfalls aufgehoben. Welch Wunder, dass der Finanzsektor sein Heil in der Spekulation suchte und die unsinnigsten Kredite kreierte.

    Das führte irgendwann zur Krise, die genau nach dem Muster von Hyman Minsky ablief, dem großen Spekulationstheoretiker und Postkeynesianer. Aber das nur nebenbei. Dann mussten die Banken gerettet werden. Sie werfen mir zurecht vor, dass ich im Camp der Bankenretter war und noch immer bin. Allerdings wollte ich die Banken erst verstaatlichen, mit dem Trick von Martin Hellwig, dann spalten in eine gute und schlechte Bank, dann so rekapitalisieren, dass sie ihren Zweck für die Realwirtschaft erfüllen. Und dann dafür sorgen, dass a) die Gehaltsstrukturen vernünftig gestaltet werden und b) die Zockerei unterbunden wird. Für mich sind Banken immer quasi-öffentliche Unternehmen. Es geht gar nicht anders. Deshalb gehören sie unter starken Staatseinfluss, zumindest aufsichtsrechtlich. Was hätten Sie tun wollen? Alle der Reihe nach pleite gehen lassen? Nicht Ihr Ernst, oder?

    Also, klar ist, dass die Staaten, wollen sie den Primat über die Märkte zurück gewinnen, die Spekulation eindämmen müssen. Und dazu gehört an erste Stelle die Mutter aller Spekulation zu unterbinden, die Wechselkursspekulation. Womit wir wieder beim Thema sind, verehrter Herr Professor. Der Euro hat immerhin den Charme, dass es innerhalb Eurolands keine Wechselkursspekulation geben kann, dass die Realwirtschaft zum Zuge kommt.

    Nochmal: In welchem Währungsregime wollten Sie am liebsten leben?

  5. # Wilhelm Hankel am 28. Mai 2010 um 17:58:

    Lieber Herr v. Heusinger, background schadet nie.Wir und unsere Leser verstehen uns mit demselben besser als ohne ihn.
    In puncto ideales Währungssystem wären wir beide uns längst einig, wenn Sie nicht immer nur die eine Seite der Münze sehen und als ungeheuren Vorzug anpreisen würden. Dummerweise hat die Münze zwei Seiten und im Fall des Euro-Systems sogar eine fatale dritte.
    Jedes Fest-Kurs-System (so wie wir es im Goldstandard und im Bretton Woods-Akkord einst hatten)ist eine Rückversichung gegen hausgemachte Inflationen (der Währungssünder verliert Währungsreserven, riskiert den Staatsbankrott) und gegen “böse” Spekulan-ten. Deren Spekulation lohnt sich nicht, denn die Kurse schwanken höchstens in der 3. oder 4. Stelle hinter dem Komma.
    Doch was macht man, wenn die Inflation von außen kommt (über Kapitalzuflüsse “importiert” wird), oder wenn zu Hause Arbeitslosigkeit droht und man das nationale Zinsniveau gegenüber dem inter-nationalen absenken muss? Weil Anfang der 1970er Jahre ersteres der Fall war,endete das Bretton Woodssystem, weil Ende der 1920er Jahre letzteres der Fall war,wurde der Goldstandard aufgegeben.
    Der Staat, der seine Bürger vor Inflation und vor Arbeitslosigkeit schützen will, hat in solchen Situationen keine andere Wahl als mit dem Wechselkurs seiner Währung dagegen zu halten; der Wechselkurs ist ein wirtschaftspolitisches Instrument,auf dessen Einsatz er nicht verzichten kann! Diesen - wie Sie das offenbar anstreben - in einer Welt permanenter Veränderungen und unvoraussehbarer Überraschungen mehr oder minder mechanistisch festzuschreiben, bedeutet erstens den Verzicht auf ein effizientes wirtschaftspolitisches Instrument und stellt zweitens ein Risiko dar, das nicht einmal berechnen lässt. Wer weiß schon, was alles noch passieren kann?
    Doch im Euro-System (innen eine Art “Goldstandard”,nur ohne Gold; nach außen wechselkursflexibel) ist die Lage viel vertrackter. Von innen droht Inflation und Schlimmeres, wogegen man sich wegen fester (Eins:zu Eins- Kurse)nicht wehren kann, besonders dann nicht, wenn die gemeinsame Zentralbank die Inflationskandidaten auch noch munitioniert (mit gleichen Zinsen wie für die stabilen Länder). Und von außen zeigen die “bösen” Spekulanten wie Aasgeier gnadenlos auf, was und wer in der Euro-Zone zum Himmel stinkt! Jeder Tierschützer weiß, wie nützlich diese unsympathischen Tiere sind: Sie reinigen die Steppe und schützen andere Tiere vor der Infektion mit Leichen-gift. Und jeder Ökonom sollte wissen, dass diese Galgenvögel der Marktwirtschaft nicht Leichen schaffen, sondern helfen, sie zu beseitigen.
    Die Crux der Euro-Zone ist, dass sie das Schlechteste aus beiden Welten kombiniert als innerer Goldstandard (mit festem Wechselkurs)keinen Sanktionsmechanismus gegen Währungssünder kennt: weder Reserveverlust noch Abwertungszwang. Also sündigen die Sünder tapfer weiter, bis den Zeche-Zahlern entweder der Kragen platzt oder das Geld ausgeht. Zugleich aber bietet das Euro-System als Flexi-Kurs-Standard der Post-Bretton-Woods-Ära allen schlauen (warum eigentlich bösen?) Spekulanten die Chance, die innere Schwäche des falschen Goldstandards nach Kräften auszunutzen.
    Nein: Mein ideales Währungssystem ist dieser Wechselbalg aus hinkendem Fest-Kurs- und amputiertem Flexi-Kurssystem (das ein künstliches Risikogefälle zwischen innerem und äusserem Kapitalverkehr herstellt) nicht. Es wird es auch nie werden. Denn es nimmt dem Staat die Fürsorgefunktion für seine Bürger. Es lenkt die Kapitalsatröme in die falsche Richtung: aus Ländern hoher Produktivität (im Norden) und die mit niedrigerer (im Süden),wo für diese “Entwicklungshilfe höhere Inflationsgewinne winken, wie man aus der Zuwendung deutscher Exporte in (und Freude an)diesem europäischen Binnenmarkt ablesen kann. Vor allem aber, lieber Herr v. Heusin-ger, wäre denn gewonnen, wenn man mit Ihnen der Währungsunion eine Wirtschaftsregierung oder gar einenen vom Brüsseler Politbüro regierten Bundesstaat vor die Nase setzte? Aus monetären(über die EZB geleiteten) Transfers würden fiskalische aus dem Haushalt der Brüsseler Kommission - die Zeche wäre doch in beiden Fällen diesselbe und die für diese Hilfe aufzubringende Summe auch. Vielleicht sogar noch höher.
    Ich kann beim besten Willen nicht sehen, dass ein europäischer Bundesstatt Europas Länder reicher, glücklicher und stabiler machen würde. (Das tut ohnehin kein Mega-Staat) Eher ärmer, besorgter und daher instabiler, was zwangsläufig geschehen wird,wenn Deutschland als Wohltäter erst verkümmert und dann ausfällt.
    Wie immer: Ihr Wilhelm Hankel

  6. # Robert von Heusinger am 29. Mai 2010 um 18:51:

    Lieber Herr Hankel,

    gut, jetzt haben Sie mir und uns verraten, warum Sie den Euro ganz schlecht finden, aber noch nicht, wie Ihr präferiertes Währungssystem aussehen sollte. Da kommen Sie bestimmt noch dazu. Ich möchte zwei Ihrer Ansichten attackieren: a) dass der Wechselkurs ein gutes Instrument der Wirtschaftspolitik ist und b) dass Deutschland die Zeche zahlt.

    Zum Wechselkurs: Wenn der nominale Wechselkurs ein Politikinstrument sein soll, dann machen Sie sich für klassische beggar-thy-neighbour-Politik stark. Die eigene Nation soll zu Lasten der anderen Wettbewerbsvorteile erlangen, indem der Wechselkurs der eigenen Währung künstlich niedrig gehalten wird, oder von Zeit zu Zeit abgewertet wird. Na toll! Das ist nichts anderes als Foul spielen.

    Ich habe lange nachgedacht, in welchem Fall ein flexibler Wechselkurs für ein Land überhaupt sinnvoll sein könnte – und bin bei Situationen hängen geblieben, wo Länder sich eines Regimes entledigen und versuchen sich in den Weltmarkt zu integrieren. Ich denke da an den ehemaligen Ostblock. Dort war es klug, dass sich diese Länder an die Weltmarktpreise und den dazugehörigen Produktivitäten mit Biegsamkeit, etwa einem crawling-peg-Regime, nähern. Ich weiß, dass Sie viele Entwicklungsländer bei der Währungspolitik beraten haben – vielleicht kommt Ihre Begeisterung für das Instrument aus dieser Ecke? Aber was flexible Wechselkurse zwischen hoch entwickelten und voll integrierten Staaten wie Deutschland, Frankreich, Italien sollen, erschließt sich mir nicht. Jut, Griechenland als Euro-Mitglied ist mit Sicherheit ein Grenzfall bei der Wirtschaftsstruktur. Aber das hätte man 2001 verhindern müssen. Jetzt ist es zu spät.

    Sie haben Recht, dass feste, aber anpassbare Wechselkurse den Spielraum für die nationale Wirtschaftspolitik erhöhen. Aber so ein System funktioniert meiner Meinung nach nur, wenn ein Rat von Weisen die Anpassungen vornimmt und nicht brutale Realpolitik, wo sich der Stärkste durchsetzt.

    Zum Zahlmeister Deutschland: Ich finde Ihre Argumentation schwer erträglich, weil sie suggeriert, Deutschland hätte seine Netto-Auslandsposition auch ohne den Euro so krass verbessert. Um rund eine Dreiviertel Billion Euro hat sich das Auslandsvermögen Deutschlands seit 1999, dem Start des Euro, alleine gegenüber den Mitgliedsstaaten der Währungsunion erhöht! Dass während dieser Zeit vor allem das Kapital die Gewinne des Euro in Deutschland eingesackt hat und nicht die Arbeit, wie Sie jetzt monieren könnten, ist richtig. Aber das liegt nicht am Euro, sondern an der hiesigen Wirtschaftspolitik und den schwachen Gewerkschaften. Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Deutschland hat spätestens ab 2005 grob Foul gespielt, weil weiter permanent seine Lohnstückkosten nach unten getrieben hat und damit nichts anderes gemacht hat, als sie es mit Ihrem Instrument Wechselkurs vorhaben.

    Ich behaupte, dass wir die Euro-Krise nicht in dem Ausmaße hätten, wenn nur die Binnennachfrage in Deutschland stärker gewesen wäre. Ja, auch die Süd-Länder hätten mehr auf Lohnzurückhaltung achten müssen, aber wenn alle Lohnzurückhaltung üben, dann krachts auch zusammen.

    Deshalb, verehrter Professor, bin ich mit Ihrer Argumentation ganz und gar nicht einverstanden. Die Währungsunion ist falsch konzipiert. Höchste Zeit, jetzt den Schritt in Richtung Fiskalunion vorzunehmen.

    Herzlich,Ihr Robert Heusinger

  7. # Wilhelm Hankel am 31. Mai 2010 um 13:37:

    Lieber Herr v.Heusinger, wenn ich Sie nicht so schätzen würde. würde ich jetzt aufstöhnen, wo bleibt Ihr volkswirtschaftlicher Sachverstand und wo Ihr soziales Gewissen? In einer Weltwirtschaft ohne Weltwährungsordnung (leider die unsre) schützt ein staatlich kontrollierbarer (nicht identisch mit einem allein von “bösen Spekulanten” abhängiger) Wechselkurs

    a) den Geldwert, bedroht von der (”importierten”)Inflation Dritter (unser Problem in der Euro-Zone, doch davon später),
    b) den Sozialstaat.

    Mit der DM und ihrem nach oben tendierenden Wechselkurs hätten wir im letzten (Euro-)Jahrzehnt weder den Exportboom noch den fatalen Lohndruck bekommen. Ein sozialdemokratischer Bundeswirtschaftsminister namens Karl Schiller (ich habe ihm mit Freude als “Erfüllungsgehilfe” gedient) hat damals vorexerziert, wie man über die Aufwertungspolitik die Währung stabil hält und die Massenkaufkraft (das Realeinkommen der Werktätigen) steigert und gleichzeitig ohne die mit der üblichen Stabilitätspolitik verbundene Zinseskalation den Binnenmarkt stärkt. Damals hatten wir, was uns heute fehlt: genügend Wachstum, ausreichende Beschäftigung, hohe Staatseinnahmen und jedes Geld zur Finanzierung unserer Sozialsysteme!
    Und warum heute nicht? Weil wir über die (”dank” des Euro) festen, aber himmelschreiend falschen innereuropäischen Wechselkurse einen Vertrag zugunsten der Arbeitgeber geschlossen haben: Sie bekommen eine Exportprämie (keine Aufwertung, trotz der Inflation der Partner) und ein Argument gegen Lohnerhöhungen (Gefährdung der Arbeitsplätze,denn der Binnenmarkt bietet jetzt keinen Ausgleich mehr) in die Hand. Macht es Sie denn nicht stutzig, dass Sie (wie die meisten Ihrer Redaktionskollegen) ständig mit den falschen Bettgesellen das Lager teilen: Mit big business (und BDI) und der Hochfinanz, die sich gerade für ihr Euro-Desaster von staats- und steuerzahlerwegen sanieren lässt? Nur beide wissen, warum den Exportmarkt vor der Haustür, Lohndruck und Verstaatlichung ihrer faulen Kredite gut finden. Soll das gut sein für Europa? Zu Letzterem gleich noch mehr.

    Sie fragen nach “meinem” Währungssystem; hier die Antwort: Wenn schon feste Wechselkurse, dann nicht nominal stabile, sondern real stabile. Sie lassen jedem Land die Freiheit, seine eigene, den Bürger vor Inflation wie Arbeitslosigkeit schützende Politik zu verfolgen, die wahrhaft “autonome”!

    Noch konsternierter bin ich über Ihre Vorstellung, man könnte über eine Fiskalunion der Europäer die jetzt sichtbar werdenden Schäden ihrer Währungsunion heilen. Das glauben nur Sie im Einvernehmen mit den Herren der verzockten Hochfinanz! Der deutschen, französischen und welcher auch immer. Wenn jetzt die Finanzmärkte mit ihren bösen Spekulanten-Buben für den Staatsbankrott der Währungssünder plädieren, schlagen sie den für alle Beteiligten - mit Ausnahme der Banken - billigsten (finanziell wie sozial) Ausweg aus der Krise vor. Der Staatsbankrott gibt den Schuldenstaaten die Möglichkeit, ihren Gläubigerbanken die Pistole auf die Brust zu setzen und haircut und Moratorium zu erzwingen. Und die Rettungs-Staaten könnten sich ihre Rettungs-Millarden sparen, denn mit Staatsbankrott und eigener Währung wären die Sünder raus aus dem Euro-Verbund und drin im Euro-Wartezimmer für bessere Zeiten: dem WKM II.

    Ich verstehe nicht, warum diesen Weg des europäischen common sense so verteufeln. Eine Euro-Zone mit den Schuldenländer ruiniert alle, auch Deutschland und führt auf Dauer ganz Europa in den Sumpf der Massenarbeitslosigkeit bei gleichzeitigem Ruin der Staatsfinanzen!

    Zum Schluss ein sehr persönlicher Rat: Lesen Sie am nächsten Wochenende einen alten ökonomischen Klassiker (also nicht mich) namens Böhm-Bawerk. Sein Essay: “Macht oder ökonomisches Gesetz” aus dem Jahre 1914 hätte uns die heutige Krise und ihre Lektion erspart: die ökonomischen Gesetze setzen sich schon deswegen durch, weil auf “die Abstimmung mit dem Geldschein” Verlass ist. Das hat sich jetzt gezeigt, und bei den Rettungschirmen (dem teuersten Geld-Rausschmiss in Friedenszeiten) wird es sich wieder bestätigen.

    Und noch eine Bitte: Reden Sie nicht immer vom deutschen Export-Imperialismus in, gegen und über Europa. Seit 2000 liegen Deutschlasnds Exportzuwächse in der EU und am Weltmarkt gleichauf. Das sage nicht ich, sondern die IWF-Statistik.

    Wie immer herzlichst Ihr Wilhelm Hankel

  8. # Robert von Heusinger am 1. Juni 2010 um 14:12:

    Lieber Herr Hankel,

    drei Attacken auf die Schnelle, solang Sie mir noch wohlgesonnen sind, trotz meines schwindenden „Sachverstandes“.

    Sie schreiben: „Mit der D-Mark und ihrem nach oben tendierenden Wechselkurses hätten wir in den vergangenen zehn Jahren weder Exportboom noch den fatalen Lohndruck bekommen.“ Hä? Wollen Sie behaupten, dass durch eine erfolgte Aufwertung in der ersten Hälfte der zehn Jahre der Lohndruck geringer gewesen wäre? Verstehe ich nicht. Oder hätte die D-Mark von Ihrer Zauberhand geleitet in den ersten fünf Jahren abgewertet und damit den Lohndruck gemildert und dann schön aufgewertet und den Exportboom vereitelt? Mensch Professor, Ihre Zauberhand über der D-Markt und alle Probleme sind gelöst.

    Ihr ideales Währungssystem: Reale feste Wechselkurse: Das ist auch meines! Traumhaft. Dann kann kein Land ein anderes über kompetitive Abwertungen ausbeuten (genau das ist es ja, was Deutschland in der Währungsunion über die Lohnstückkosten tut und was Sie nicht wahr haben wollen, weil sie den anderen Schlamperei vorwerfen). Aber jetzt verraten Sie mir bitte, wie wir dahin kommen! Und ich bezweifele auch, ob die Nationalstaaten in diesem Regime so autonom wären wie sie es unterstellen. Denn durch die jederzeitige reale Anpassung des Wechselkurses dürften die übrigen realen Effekte durch die Geldillusion begrenz bleiben. Wenn ich allerdings die Wahl hätte zwischen zwei realistischeren Varianten: der Währungsunion oder den freien Wechselkursen, die aus ihrer Sicht manipulierbar sein sollten, ich entschiede mich eindeutig für die Währungsunion. Denn in letzter Instanz manipuliert der mächtigste Staat zu seinen Gunsten und setzt den Rest unter Druck.

    Und last but not least: Wenn Sie in den begleitenden Kommentaren zu unserem Streit fragen: Was ist ihnen lieber: Heusingers Fiskalunion, die die Deutschen zu den Zahlmeistern macht, oder Hankels Auflösung der Währungsunkion, die am Ende, nach dem ersten Schreck, alle glücklich macht, dann frage ich Sie: Wie teuer wird der Austritt für Deutschland aus der Währungsunion? Bei einer Aufwertung von 30 bis 50 Prozent, je nach Überschießen der neuen D-Mark zahlen Millionen Deutsche mit ihrem Job, weil der Exportsektor implodiert. Zahlen Millionen Sparer und Kunden der Lebensversicherungen mit dem Verlust ihrer Altersvorsorge, zumindest mit dem ordentlichen Schrumpfen derselben. Denn die eine Billion Euro plus, die die Deutschen in Anleihen der übrigen Euroländer angelegt haben, sind dann eben nur noch 500 Milliarden Euro plus wert. Ein hübsches Sümmchen von 500 Milliarden Euro allein durch die Aufwertung der neuen D-Mark lösen sich in Luft auf. Da zahle ich doch lieber in der Fiskalunion jährlich ein paar Milliarden.

    Wie immer ganz herzlich Ihr Robert Heusinger

  9. # Wilhelm Hankel am 1. Juni 2010 um 17:37:

    Mein Lieber, Sie wissen natürlich längst, dass die Partie an mich geht und deswegen verzögern Sie ihr Ende: immer neue nicht zum Thema gehörige Finten und Seitenhiebe: Lohndruck und Aufwertung, feste reale Wechselkurse oder nicht, Kosten des Austritts aus der EWU.
    Aber Sie sollen Ihre Antworten bekommen.
    Bei Aufwertung öffnen sich die Lohnerhöhungsspielräume nominal wie real. Weil Stabilität importiert wird (über Billig-Importe, günstige terms of trade) kann man sich höhere Löhne leisten; das Argument, sowas gefährde Preisstabilität und Beschäftigung, zieht nicht mehr. Dazu kommt der Realeinkommenseffekt: man bekommt im In- wie Ausland mehr für sein Geld.Mein damaliger Boss Karl Schiller verkaufte seine DM-Aufwertungspolitik mit dem Slogan:Sie sei eine Sozialdividende für das deutsche Volk.Das war sie auch.Uns ging es niemals so gut wie damals, individuell und sozial Die Schere zwischen Kapital- und Arbeitseinkommen war nahez geschlossen.
    Real fester Wechsekurs heißt: Man sichert seine Lohnerhöhungen durch Abwertung ab. Das haben vor dem Euro Italien, Frankreich u.a. ständig getan.Deutschland sicherte sich durch Aufwertung ab, nominale und reale Wechselkurse stimmten leidlich überein. Auf dieser Basis funktionierten alle innereuropäischen Vor-Euro-Systeme. EZU, EWA,Schlange im Tunnel, EWS oder wie immer sie hießen. Nur nicht die EWU mit ihren verkorksten Realkursen. Sie sind es, die Deutschlands Überschüsse und Griechenlands Defizite forcieren,die strukturelle Faktoren überlagern und verstärken.
    Kosten des Austritts: Ahnen Sie was Beitritt und Zugehörigkeit zur EWU kosten? Es geht ja nicht nur um die ersten 22 + 147 Milliarden für Akt Eins der Fiskalunion. Der Kapitalabluss seit 10 Jahren in die Defizitländer, vorsichtig gerechnet eine Billion Euro und mehr, kostet Deutschland Jahr für Binneninvestionen, Arbeitsplätze, Infrastruktur,renommierte Inlandsadressen (Opel, Karstadt, Mittelstand), der Zinsvorsprung ist weg, die Konjunktur gespalten. Und das ist erst der Anfang. Wenn wir nach Griechenland die anderen Club-Meds sanieren dürfen - pardon ihre Gläubigerbanken - dann ist Deutschland ein Hochpreis-, Hochzins- und Hochsteuerland, nur eines nicht: ein Hochlohnland, sondern ein armes auf Club-Med-Niveau. (Vielleicht ist Köhler deswegen zurückgetreten, weil er das als deutscher Euro-Erfinder kommen sah!)
    Daran gemessen ist der EWU-Austritt billig, geradez ein glänzendes Geschäft. Griechenland und die anderen Club-Meds können sich sanieren und ihre Bank-Gläubiger rasieren, Deutschland bekommt nach Abzug der Umsttellungskosten ein zweites Wirtschaftswunder: niedrigere Zinsen, Preise und Steuern, höhere Löhne. Unsere Landsleute könnten mit einem DM-Aufwertungs-Rabatt von 30 bis 40 Prozent an allen Mittelmeer- und Atlantik-Küsten Ferien machen. Warum, lieber Herr von Heusinger, gönnen Sie es ihnen nicht?
    Ganz herzlich Ihr Wilhelm Hankel

    Jetzt Kosten des

  10. # Robert von Heusinger am 2. Juni 2010 um 20:56:

    Lieber Herr Hankel,

    Sie sind mir einer: Ein zweites Wirtschaftswunder, niedrigere Zinsen, Preise und Steuern sowie als Dreingabe höhere Löhne. Alles winkt den Deutschen, wenn sie nur den Euro verlassen. Ich lache mich schlapp. Wenn wir nur eine radikale Aufwertung der D-Mark neu bekommen, fängt dieses Land an zu blühen? Allmählich zweifele ich an ihrem Sachverstand, mein verehrter Herr Professor.

    Haben Sie sich die jüngsten Arbeitsmarktdaten angeschaut? Können Sie mir bitte erklären, woher der Jobaufbau kommt? Trotz gemogelter Daten bleibt unterm Strich ein positiver Saldo. Das hat nur ein Land in der Eurozone geschafft. Der Rest erleidet eine weiter ansteigende Arbeitslosigkeit. Ich bin mir sicher, der gute Arbeitsmarkt geht auf den Euro zurück, auf die viel zu wettbewerbsfähigen deutschen Produkte, auf die beggar-thy-neigbour-Politik dieses Landes. Wenn es zu einem Auseinanderbrechen des Euro kommt, hilft das mit Sicherheit den Griechen und vielleicht den Spaniern. Die Deutschen aber werden am meisten leiden. Das Jobwunder ist dann sicher Geschichte! Auf diese Frage bitte eine Antwort, und nicht wieder ablenken. Bin nämlich auf Ihre Pirouette gespannt, was sie nun dem Euro unterschieben werden. Hätte die ganze Finanzkrise seit 2007 nicht gegeben, wenn es nicht den Euro gegeben hätte, oder?

    Und dass Sie immer die Zeit des großen Schiller zitieren, verstehe ich ja. Doch es war nicht die Sozialdividende, die Aufwertung, die Deutschland damals goldene Zeiten beschert hat. Es war der gefesselte Kapitalverkehr weltweit. Nur Leistungsbilanztransaktionen durften damals ungehindert getätigt werden, aber keine Kapitalbilanztransaktionen. Damit war das Kapital verdammt, in die Realwirtschaft zu investieren. Das hat zu dem starken Wachstum und den hohen Löhnen geführt, weil es Vollbeschäftigung gab. Aber das war kein rein deutsches, sprich Schiller-Phänomen. Fast der gesamte Westen erlebte in den 50ern und 60ern das „goldene Zeitalter“, wie es die große Ökonomin Joan Robinson nannte. Sie aber tun hier so, als sei das Ihr Verdienst, oder Schillers. Nee, nee Professor, für dumm sollten Sie die Leser unseres Disputes nicht verkaufen. Außerdem habe ich überhaupt nicht das Gefühl, dass Sie vorne liegen. Doch das mögen die Leser entscheiden.

    Deshalb zum Schluss die Frage, die nach vorne gerichtet ist. Wie soll es jetzt weiter gehen, wie Euroland raus aus der Krise? Aber erst bitte die Frage zum Arbeitsmarkt beantworten.
    Bin gespannt und ab Sonntag wieder online.

    Herzlich, Ihr Robert Heusinger

  11. # Wilhelm Hankel am 3. Juni 2010 um 15:49:

    Lieber Herr v.Heusinger, es ist nicht leicht,gegen Ihre Unlogik zu argumentieren. Auf der einen Seite verteufeln Sie unseren teutonischen Exportfuror. Er erst habe die Griechen und andern Sonnengemüter in ihre jetzige Bredouille gebracht. Schuld ist unser deutsches Lohndumping. Auf der anderen Seite loben Sie den Euro, dem wir dies alles verdanken. Er erst habe unsere so griechisch-schön gefälschten Arbeitsmarktzahlen hervorgebracht.Verraten Sie bitte unseren Lesern, in welcher Währung die Griechen und anderen Mittelmeer-Anrainer über ihre Verhältnisse gelebt haben: in ihrer eigenen alten oder dem Euro? Und von welcher Währung in Deutschland Lohndruck, Konsumflaute, Angst um Arbeitsplätze, Ersparnisse und Renten ausgegangen sind: von unserer alten guten DM oder dem Euro?
    Nur darum habe ich Karl Schiller und unsere leider im Eurowind verwehten goldenen Jahre erwähnt: Weil wir damals in der EU (und ihrem Vorläufer EWG)Währungen hatten, die in der Verantwortung ihrer Staaten (und deren Notenbanken) standen und nicht wie heute in der von einer (von anderen Staaten, EU und Bankenlobby) ferngesteuerten NGO. Ich spreche von der EZB. Wer früher gut mit dieser Verantwortung umging, hatte Wohlstand im Haus und konnte trozdem gut exportieren, wie wir. Damals war die die deutsche Exportwirtschaft nicht auf Lohndumping angewiesen, sondern verdiente an gesparten Sach-Kosten. Dank DM-Aufwertung importierte sie alles billiger:Rohstoffe, Energie, Vorleistungen. Wer mit seiner Währung unverantwortlich umging (unsere südlichen Europartner schon damals) musste abwerten, litt unter cost-push-Inflation und sozialen Spannungen, weil es mit dem häuslichen Wohlstand haperte.
    Das alles hatte nichts oder nur wenig mit Kapitalunfreiheit oder -freiheit zu tun, sondern schlicht damit, dass jedes EU-Land für seine Währung, seine Politik und seinen Sozialstaat verantwortlich war und Bedrohungen vom bösen Kapital (so es solche gab) auch national abwehren konnte.
    Das alles soll nun,verehrter Freund und Sparrings-Gegner,Vergangenheit sein? Nein es ist oder wird wieder unsere Zukunft werden. Denn das Euro-Projekt ist unwiderruflich gescheitert:ist tot, auch wenn der Totenschein dank der dank der unglaublichen und unverantwortlichen Reanimationsversuche unserer Regiertungen mit hunderten von Milliarden Steuergeldern erst später ausgestellt wird. Doch auf dem Grabeskranz wird stehen; Wir werden Dich nicht vermissen, weil Du uns so teuer warst!
    Der über den Euro geräuschlos geschmierte Kapitaltransfer von Nord nach Süd hat die im Süden reicher, die im Norden ärmer, ablesbar an den Pro-Kopf-Einkommen der letzten Jahre. Doch jetzt ist die Party vorüber. Deutschland erzielt zwar immer noch Leistungsbilanzüberschüsse, die man abschöpfen kann. Aber die innere Verschuldung setzt unüberschreitbare Grenzen. Sie können keinem deutschen Steuerzahler und angehendem Renter klarmachen, warum er dafür zahlen und auf sauer verdiente Rentenansprüche verzichten soll, weil man im Süden unseres künstlichen Währungsgebietes über die Verhältnisse lebt und es auch weiterhin so halten will. Denn die Übernahme der Bankforderungen an diese Teile Europas durch den Staat (in erster Linie unseren) wird die Südländer der Eurozone nicht zu besseren Schuldnern machen. Das glauben ja nicht mal Sie - denn die Begleitbedingungen und Folgen unserer Hilfe sind ja so, dass sie das gar nicht können. Was wir geben, sind verlorene Zuschüsse, keine Kredite.
    Die Zukunft des Euro ist sein baldiges Ende. Wir Kritiker der ersten Stunde haben jetzt dem Bundesverfassungsgericht zu Bedenken gegeben, dass es seine verdammte Pflicht ist, sicher zu stellen, dass der Rest-Staat Deutschland für die Arbeitsplätze und Sozialansprüche seiner Bürger aufkommen und einstehen kann. Das aber geht nur in einer Euro-Zone ohne unverantwortliche Schuldenmacher samt ihrer ebenso unverantwortlichen Erfüllungsgehilfen: jener Banken, die das Geld anliefern.
    Deswegen brauchen wir in Europa eine verschlankte Euro-Zone unter Gleichen (und ohne Ungleiche) mit straffer Bankaufsicht oder - was mir lieber, weil sicherer erscheint - statt jeder Währungs- eine Wechselkursunion, in der man sich äusserstenfalls Währungsbeistand bei zu allzu großen Wechselkursausschlägen gewährt, wie in Europa goldenen Jahren vor dem Euro.
    Lieber Herr v. Heusinger, Sie haben diese Zeiten (zumindest als Student) noch erlebt. Und Sie wissen längst.dass die Vereinigung Europas über eine Einheitswährung eine Reißbrett-Idee war mit von Ihnen und Ihren Freunden unterschätzten Kosten. Sagen Sie doch endlich den (leider wenigen) Leuten Dank, die von Anfang an versucht haben Sie und alle Deutschen vom Wohnen in diesem unbezahlbaren europäischen Wolkenkukucksheim abzubringen. Wenn wir jetzt nicht ausziehen, wird die Miete für Deutschland zum wirtschaftlichen und sozialen Selbstmord. Das sollten wir gemeinsam versuchen zu verhindern.
    Herzlich, wenn auch voller Sorge Ihr Wilhelm Hankel
    PS Übrigens: Der erste Mieter ist schon ausgezogen: unser Ex-Bundespräsident. Er hat uns in seinem früheren Job (als Chef-Unterhändler für den Maastricht-Verttrag) den Mietvertrag serviert.

 

 

 

jacques necker

Money, Debt, the Economy and the Financial Crisis explained for Nerds